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Absolutismus ArtikelUnter Absolutismus versteht man eine Herrschaftsform, in der der Herrscher – meist ein König oder Kaiser – uneingeschränkte Macht in seinem Land besitzt und „legibus absolutus“, das heißt „losgelöst von den Gesetzen“ regieren kann. Es besteht keine Gewaltenteilung: Der Monarch kontrolliert alle drei Staatsgewalten: die Exekutive, die Legislative und die Judikative.
Buch-Tipp: Anatomie des SS-Staates. Nix für Konzentrationslose Hallo,dieses Buch ist exakt. Es ist logisch. Es beschreibt die Logik hinter diesen Greueltaten konsequent und sehr aufschlussreich. Ab und zu fällt es schwer zu folgen. Auch politische Logik wird erklärt, juristische Definitionen und wie daraus Realitäten werden können. Hat man es durch und nicht aufgegeben, dann... | |
Absolutismus kann ca. entstehen, wenn es dem Herrscher gelingt, alle anderen Gewalten in seinem Staat zu entmachten. Das sind hauptsächlich der Adel und die Vertretungen der Landstände. Aufhebung der realen Macht der oberen Stände bedeutet, dass dem Herrscher gegenüber jeder ein Untertan ist – damit sind immerhin theoretisch alle Untertanen in einem Staat gleich. Praktisch wird die Zustimmung des Adels zu dem Absolutismus aber durch Privilegien erkauft, weshalb es wieder zu einer stärkeren Trennung der Stände kommt.
In fast allen Staaten geht der Absolutismus mit Reformen der Wirtschaft, Verwaltung, des Rechtswesens und des Steuerwesens einher – die Grenzen zu dem aufgeklärten Absolutismus sind dabei fließend. Absicht ist es, die Effizienz des Staates zu erhöhen (Staatsräson), um mit zusätzlichen finanziellen Mitteln das Prestige des Herrschers durch repräsentative Kunstwerke (Schlösser) zu steigern oder durch militärische Eroberungen die Macht des Staates zu erhöhen.
Der Herrscher stützt sich auf fünf Machtsäulen. Die erste Säule ist das stehende Heer, die zweite der Beamtenapparat, die dritte die Steuereinnahmen, die vierte der Adel und die fünfte die Religion. Während sich die Herrscher darauf beriefen, ihre Macht von Gottes Gnaden erhalten zu haben (Gottesgnadentum), fand der Staatstheoretiker Hobbes in seinem Werk „Der Leviathan“ 1651 eine „rationalistische“ Legitimation des Absolutismus. Der Mensch verlässt nach seiner Theorie den Naturzustand (geprägt durch völlige Freiheit des Einzelnen und Kriege der Menschen untereinander), um sich in eine Gemeinschaft zu begeben, die von einem Monarchen regiert wird. Der Monarch und die Menschen gehen einen Gesellschaftsvertrag ein. Dies tut der Mensch zu dem Selbstzweck, da der Monarch ihm Schutz in dem Inneren sowie in dem Äußeren bietet.
Buch-Tipp: Aufstieg und Untergang des Staates Die Geschichte des Leviathans Das Buch macht deutlich, wie der Staat entstand und welche Auseinandersetzungen dies verursachte.
Während es zunächst ca. Ländereien einzelner Dynastien gab (z. B. hatte der König von Frankreich zunächst ca. in der Gegend von Paris etwas zu sagen, während der Rest des Landes weit gehend autonomen Herrschern unterstand... |
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Buch-Tipp: Buchners Kolleg Geschichte, Von der Attischen Demokratie bis zum aufgeklärten Absolutismus Erleichterung für die Sek II Arbeit in Geschichte Das Buch richtet sich nach den Rahmenrichtlinien der Kultusministerien und liegt mitlerweile als 2. Aufl. 2 Tausend vor. Zunächst werden übersichtlich und ansprechend die einzelnen Themen in Texten dargestellt, die leicht verständlich sind und in denen Fachtermini sinnvoll didaktisch reduziert sind.... |
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Im höfischen Absolutismus ist der König der absolute Herr seines Staates durch Gottes Gnade (Gottesgnadentum). Er lebt an einem prunkhaften Hof und bestimmt die Religion seiner Untertanen. Das Strafsystem sieht strenge Strafen – inklusive Tortur – vor. Es gibt die Leib Merkmal und Fronarbeit (Robot). Adel und Kirche genießen Privilegien, der Besitz des Staates besteht aus Geld und Edelmetallen (Merkantilismus).
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Aufgeklärter Absolutismus | |
Im aufgeklärten Absolutismus ist der König der erste Diener des Staates. Sein Hof wird einfach und nüchtern gehalten. Der Einfluss von Adel und Kirche ist kleiner, das Volk hat eine freie Religionswahl. Die Leibeigenschaft wurde verboten, die Fronarbeit gemildert und das Strafsystem sieht weniger strenge Strafen vor. Der Reichtum des Staates ist Grund und Boden (Physiokratismus).
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- Johannes Kunisch: Absolutismus. Europäische Geschichte vom Westfälischen Frieden bis zur Krise des Ancien Régime, Vandenhoeck & Ruprecht / UTB : Göttingen 1986, 268 S., ISBN 3-525-03209-9
Buch-Tipp: Das Land der Juden: Vorgeschichte des Staates Israel Sehr informativ, ja fast schon spannend!!! Ginewski beschreibt, wie aus einer jahrhundertealten Utopie Realität wurde. Fesselnd und mit Akribie wird die Geschichte des Zionismus und seiner Vorläufer ausgebreitet. Zu dem Schluss des Buches widmet er sich dem Strategiewechsel der PLO und der arabischen Staaten. Grob gesagt geht es um die Vorgeschichte... |
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